Entpflichtung und Verabschiedung von Pastorin Anne Jaborg

Am 8. Dezember 2024 wird Pastorin Anne Jaborg von Bischof Thomas Adomeit um 14 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche von ihrem Dienst entpflichtet und anschließend beim Empfang im Jochen-Klepper-Haus von der Gemeinde verabschiedet.

Auszüge aus dem Artikel von Anne Jaborg in der NahDran 03/2024:

Ich arbeite einfach gerne als Pastorin

Herzlich willkommen am 2. Advent um 14 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche zum Gottesdienst, in dem Bischof Adomeit mich nach 36 Jahren im Dienst der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg entpflichten wird. Ich gehe in den Ruhestand.

Die kleine Kirchengemeinde Neuenhuntorf mit damals 426 Mitgliedern und die Gefängnisseelsorge in der Untersuchungshaft Männer, Gerichtsstraße – das war mein Start.

Zwei halbe Stellen und jeweils alleine arbeiten – mir wurde klar, dass ich gern Kolleginnen und Kollegen vor Ort hätte. Mit meiner Bewerbungsfähigkeit wechselte ich nach Zwischenahn an die St.-Johannes-Kirche. Da konnte ich im Team arbeiten. Ich durfte meinen ersten Vikar ausbilden, später eine Vikarin. Auch die St.-Johannes-Kirche hatte Geburtstag, ihren 875. Mit einem mittelalterlichen Markt und sehr kreativen Gottesdiensten würdigten wird das Gründungsdatum und hatten wunderbar gemeinschaftsstiftendes Vergnügen. Und wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Ich wollte noch mal „was anderes“.

Nach einer kleinen Auszeit aus eigenem Portemonnaie wechselte ich in die Gefängnisseelsorge in der JVA für Jungtäter in Vechta. Dafür habe ich gerne die ausführliche Fortbildung für Seelsorge in Justizvollzugsanstalten absolviert.

Ich hörte es läuten, dass die Pfarrstelle an der Dreifaltigkeitskirche in Osternburg frei würde. Da fuhr ich erst mal zu Pastorin Kerstin und Pastor Hansjörg Hochartz nach Lohne und ließ mir berichten, wie das in Osternburg denn so ist. Während meiner Bewerbung erfuhr ich, dass wer gewählt würde, in Kreyenbrück wohnen sollte. Ich wollte aber Pastorin an der Dreifaltigkeitskirche sein und für mich gehörte damals dazu, auch in der Nähe zu wohnen. Und es war jeweils ein gutes Wohnen im Lustgarten 7a, in der Ekkardstraße, sehr bewegt ein ganzes Jahr aus dem Auto heraus und schließlich in der schönen Wohnung überm Kirchenbüro.

Zum dritten Mal durfte ich Geburtstag feiern. „400 Jahre Dreifaltigkeitskirche – wo Gott und Osternburg sich treffen.“ Haupt- und Ehrenamtliche haben mit Überstunden und viel Freude ein tolles Festprogramm organisiert.

Was für eine Freude an Himmelfahrt 2022, das Jochen-Klepper-Haus endlich zu eröffnen! Ein Haus, in dem Gott und Osternburg und Menschen in all ihrer Vielfalt von nah und fern und alle Generationen sich treffen.

Die Gottesdienste wie auch die Wochenschlussandachten – getragen von wunderbarer Kirchenmusik in der schönsten Kirche Oldenburgs - erfüllen mich sehr. Bei Beerdigungen schenkt allein schon der Raum so viel Trost. Bei Trauungen ist es genau der richtige festliche Raum. Bei Taufen am „güldenen“ Taufbecken vermittelt er die Freude, ein Kind Gottes zu sein. Das spüren selbst die kleinen Gestalten im Gottesdient für die Jüngsten. Das ist prima in der Kirchengemeinde Osternburg: Zusammen mit dem engagierten Gemeindekirchenrat und mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Pfarramt – über die letzten 16 Jahre in unterschiedlichen Zusammensetzungen – konnten wir Wunderbares gegen den Trend und trotz manchen Frusts auf die Beine stellen.

Zwischendurch weine ich viele Abschiedstränen. Ich arbeite einfach gerne als Pastorin. Und es ist alles gut und richtig so. Ich bin dankbar, wenn ich im November 66 Jahre alt werde und dann der Ruhestand angesagt ist. Gerne erinnere ich mich an das Fest meiner Silbernen Ordination im Strückhauser Kirchdorf. Die gesamte Kantorei und eine ganze Busladung aus Osternburg unter Begleitung von Rolf Hauerken kamen in die Wesermarsch gepilgert. Bei sonnigem Oktoberwetter feierten wir: „Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. O Herr hilf! O Herr lass wohl gelingen!“ So soll es bleiben. Tag für Tag.

Anne Jaborg

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen.

Alles Gute und Gottes Segen für Ihren Ruhestand in der Wesermarsch, liebe Frau Jaborg!

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