Dreifaltigkeitskirche: Konzert mit Musica getutscht

Mirko Ludwig, Tenor (Foto: Tobias Heinze)

Christian Volkmann, Tenor

Caravaggio: Amor vincit Omnia (Amor als Sieger), 1601/1602, Gemäldegalerie Berlin.

Am 20. November 2021 lädt das Ensemble Musica getutscht zum 4. Konzert im Konzertzyklus zu den Kompositionen Monteverdis um 19:30 Uhr in die Dreifaltigkeitskirche ein.

Das vierte Konzert "Amor vincit omnia" ist vollständig Monteverdis späten Madrigalen - der kompositorischen Königsdisziplin – gewidmet. In seinem berühmten achten Madrigalbuch guerrieri et amorosi fasst er seine Pionierleistungen zusammen und erläutert sowohl kompositorisch als auch im Vorwort den von ihm erfundenen "stile concitato", den "erregten Stil".

"Amor vincit omnia!" - Claudio Monteverdis "Madrigali guerrieri et amorosi"

Mitwirkende:

  • Mirko Ludwig (Tenor)
  • Christian Volkmann (Tenor)
  • Julius Lorscheider (Cembalo)
  • Bernhard Reichel (Chitarrone)

Liebe, durch das Erblicken einer Schönheit entzündet. Doch statt die Zuneigung zu erwidern, verwickelt die verehrte Dame den Liebenden in einen grausamen Krieg: Jede Geste, jeder sein Herz wie ein Pfeil durchbohrende Blick deutet der zum Opfer erklärte Mann als Bestätigung und Ermutigung, jeden Entzug dagegen als unerträgliche Tortur, der er erst entkommt, wenn die Geliebte dahinscheidet.

Auch in den Künsten der Frühen Neuzeit, in der Musik Monteverdis und den Bildern Caravaggios, spielte diese von Petrarcas Canzoniere inspirierte, wiederkehrende Handlung, ob nun bestätigend oder parodisierend, eine tragende Rolle.

1638, im Alter von 71 Jahren, verarbeitete Monteverdi Petrarcas Motive in seiner Sammlung "Madrigali guerrieri et amorosi", die heute als sein schöpferisches Meisterwerk dieser Gattung angesehen wird: Die Madrigali amorosi handeln von Schönheit, Verführung und Lust, sie fassen erotische und amouröse Gefühle in Musik. Die Madrigali guerrieri stellen Affekte wie Wut und Erregung dar – sie handeln von den Grausamkeiten der Liebe, der Zurückweisung durch die Geliebte und den tödlichen Pfeilen Amors.

Die pastorale Conclusio des Konzerts interpretiert Caravaggios Bild "Amor vincit Omnia", ein Zitat aus Vergils "Eclogae", den Hirtengedichten, so: Amor überwindet Symbole der weltlichen Macht wie Kunst, Wissenschaft und Waffen. Sein Bogen ist gerissen, der Zweck ist erfüllt: Die Allmacht der Liebe hat gesiegt und reicht über das Irdische hinaus.

Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten.

Bitte beachten Sie, dass bei dem Konzert die 2G-Regel gilt.

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