Dreifaltigkeitskirche: Musikalische Wochenschlussandacht mit Joaquin Alem

Joaquin Alem mit Bandoneon

In der musikalischen Wochenschlussandacht am 28. August 2021 steht ein außergewöhnliches Instrument im Mittelpunkt: das Bandoneon.

Das Bandoneon, benannt nach dem deutschen Instrumentenhändler Heinrich Band (1821-1860), war ursprünglich als Instrument für religiöse Musik gedacht. Um 1870 brachten deutsche Emigranten und Seefahrer das Instrument nach Argentinien, wo es seine Entwicklung hatte.

Der 1975 in Buenos Aires geborene Joaquín Alem studierte am Nationalen Konservatorium Carlos López Buchardo in Buenos Aires und schloss sein Studium als examinierter "Nationaler Musiklehrer" ab. Das Bandoneonspiel ist für den konzertierenden Künstler Passion und zentrale Kraftquelle zugleich, seine ungewöhnlich breit gefächerte Ausbildung in den Fächern Komposition, Arrangement und Orchestrierung ermöglicht es Joaquín Alem, dem Instrument Bandoneon mit neuen Kompositionen für ungewöhnliche Besetzungen auf individuelle Art weltweit Gehör zu verschaffen.

Die argentinische Musik steht für unbändige Leidenschaft. Kaum ein Land hat so viel Emotionalität in seine Musik eingebracht wie Argentinien. Dies wird im argentinischen Tango besonders deutlich. Joaquín Alem ist als Komponist und als passionierter Bandoneon-Spieler gleichermaßen bekannt. Auch er stammt aus der Heimat des Tangos: Buenos Aires. Dort studierte er am Konservatorium Carlos López Buchard und arbeitete nach seinem Examen als Professor am Conservatorio de Música Ernesto Mogávaro in Olavarría - Buenos Aires. Heute lebt er in Oldenburg und unterrichtet an der dortigen Universität. Unter anderem leitet Alem das Ensemble für lateinamerikanische Musik. Darüber hinaus ergänzt er regelmäßig das Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters als Bandoneon-Solist und ist auch dort als Komponist in Erscheinung getreten.

Alem interpretiert Musikalität als klanglichen Ausdruck in Bewegung. Der brasilianische Jazzmusiker Egberto Gismonti beschreibt Alem mit folgenden Worten: "Ich habe den Eindruck gewonnen, vor einem Musiker zu stehen, der von all jener Melancholie erfüllt ist, die nur ein argentinischer Musiker haben kann. Bitte verstehen Sie dies als Lob und Würdigung der musikalischen Tiefe und der Größe seiner Seele".

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